Verkabelung

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Verkabelung

Info

Eine ordnungsgemäße Verkabelung ist entscheidend für den störungsfreien Betrieb des Irinos-Systems. Beachten Sie deshalb folgende Regeln:

oVerlegen Sie alle Leitungen räumlich getrennt von möglichen Störquellen, wie beispielsweise Umrichtern oder Motorleitungen.

oVermeiden Sie unnötig lange Leitungen. Vermeiden Sie insbesonders „Kabelschleifen“.

oAlle Messleitungen sowie die ILink-Kabel müssen ausreichend geschirmt sein.

oVerwenden Sie die Verriegelungsmechanismen der Steckverbinder.

oVermeiden Sie mechanische Belastungen, die auf die Leitungen einwirken können.

Achten Sie beim Einsatz in Schleppketten auf hierfür geeignete Leitungen.

Versehen Sie alle nicht verwendeten Steckverbinder mit einer Schutzkappe.

 

Führen Sie den Anschluss der Leitungen im ausgeschalteten Zustand durch.

Die Anschlussreihenfolge ist unerheblich. Aufgrund der Zugänglichkeit wird aber folgende Reihenfolge empfohlen:

a)Ethernet-Verbindung herstellen.

b)ILink-Verkabelung herstellen.

c)Messtaster und digitale Ein- / Ausgänge anschließen.

 

SC-Link - Verkabelung

 

Info

Eine Veränderung der SC-Link-Verkabelung darf nur im ausgeschalteten Zustand durchgeführt werden. Bereits eine sehr kurze Unterbrechung der SC-Link-Verkabelung führt zu einem Kommunikationsfehler. Das System muss dann neu gestartet werden.

 

Grundlagen

oDie SC-Link-Schnittstelle ist ein Bussystem in Linientopologie. Jede Irinos-Box hat 2 SC-Link-Steckverbinder.

oEs werden immer zwei Irinos-Boxen miteinander über ein ILink-Kabel verbunden. Bei der ersten und letzten Irinos-Box bleibt jeweils ein SC-Link-Steckverbinder unbenutzt. Verwenden Sie die mit der Master-Box mitgelieferten Abdeckkappen als Schutz für diese beiden Steckverbinder.

oEine manuelle Terminierung ist nicht erforderlich. Die notwendige Terminierung nimmt das Irinos-System beim Einschalten automatisch vor.

oEs spielt grundsätzlich keine Rolle, in welchen der beide SC-Link-Steckverbinder ein ILink-Kabel gesteckt wird. Diese sind technisch identisch.
Einzige Ausnahme ist die Master-Box, wenn diese nicht als erste oder letzte Box verwendet wird. Hier entscheidet der Anschluss über die Reihenfolge der Adressierung (= Nummerierung) der Slave-Boxen. Die Nummerierung beginnt bei den Slave-Boxen, die an den oberen SC-Link-Steckverbinder angeschlossen sind.
Es wird daher empfohlen die Master-Box immer als erste oder letzte Irinos-Box zu verwenden. Somit muss bei einem Austausch der Master-Box die Anschluss-Reihenfolge nicht berücksichtigt werden. Ausgenommen hiervon ist das Netzteil IR-PU-xx-HWS-x, da dieses nicht adressiert wird.

oDie maximal zulässige Gesamt-Länge der ILink-Verkabelung beträgt 20m.

oBeachten Sie, dass je Irinos-System nur eine Irinos-Box mit Ethernet-Schnittstelle zulässig ist. Mit mehreren Master-Boxen kann die SC-Link-Kommunikation nicht funktionieren.

oEin Irinos-System darf aus maximal 12 Irinos-Boxen bestehen (inklusive Master-Box).

 

Vorgehensweise

Verbinden Sie benachbarte Irinos-Boxen jeweils über ein ILink-Verbindungskabel. Achten Sie dabei besonders darauf, dass die DSUB-Steckverbinder ausreichend mit beiden Schraub-Bolzen verriegelt sind. Versehen Sie die beiden nicht benötigten DSUB-Buchsen mit den Schutzkappen, die der Master-Box beigelegt sind.

 

Ethernet-Verbindung

 

Bei der Ethernet-Schnittstelle des Irinos-Systems handelt es sich um eine Standard Ethernet-Schnittstelle, wie sie beispielsweise auch zur IT-Vernetzung verwendet wird. Das Irinos-System kann daher grundsätzlich auch mit Standard-Ethernet-Switches verwendet werden.

Die Datenkommunikation zwischen dem Irinos-System und dem PC ist fehlertolerant aufgebaut, so dass bei einem Paketverlust automatisch eine Übertragungswiederholung durchgeführt wird. Diese Wiederholung führt jedoch immer zu einer nennenswerten Verzögerung bei der Verfügbarkeit der Messwerte. Eine Übertragungswiederholung sollte deshalb in der Praxis eine Ausnahme sein.

Um die Anzahl der Übertragungswiederholungen zu minimieren, wird deshalb eine direkte – Verbindung zwischen dem Irinos-System und dem PC dringend empfohlen. Verbinden Sie dazu die Ethernet-Schnittstelle des Irinos-Systems mit einer freien Ethernet-Schnittstelle des PCs. Erfahrungsgemäß treten Übertragungswiederholungen dadurch praktisch nie auf.

Ein Betrieb des Irinos-Systems über Router, VPN-Verbindungen, Funk-Verbindungen (WLAN) oder Ähnlichem, ist nicht vorgesehen.

Die Ethernet-Schnittstelle des Irinos-Systems hat eine automatische „Cross-Over-Erkennung“. Es spielt somit keine Rolle, ob ein 1:1 Ethernet-Kabel oder ein gekreuztes Ethernet-Kabel verwendet wird.

 

Info

Im Auslieferungszustand ist der DHCP-Server des Irinos-Systems aktiviert.

Bevor die Irinos-Box in einem IT-Netzwerk betrieben wird, muss der DHCP-Server über eine direkte Verbindung deaktiviert werden. Dies geschieht über das Irinos-Tool. Nähere Informationen dazu entnehmen Sie der Dokumentation des Irinos-Tools.

 

 

Induktive Messtaster anschließen

 

Schließen Sie die Messtaster an die dafür vorgesehenen Messeingänge an. Beachten Sie dabei:

Induktive Messtaster dürfen nur an die dafür geeignete Irinos-Box IR-TFV angeschlossen werden.
Schließen Sie Messtaster vom Typ „Tesa Halbbrücke“ nur an die Irinos-Box SC-TFV-8-TESA-… an.
Schließen Sie Messtaster vom Typ „Solartron LVDT“ nur an die Irinos-Box SC-TFV-8-SOLVDT-... an.
Den Typ können Sie auch der Box-Beschriftung entnehmen.

Versehen Sie alle nicht benutzen Eingangsbuchsen mit einer Schutzkappe. Diese sind separat erhältlich.

 

Wichtig: Der Messtaster-Hersteller sagt nicht zwingend etwas über den verwendeten Messtaster-Typ aus. Der Typ kann nur aus den Messtaster-Daten entnommen werden. Folgende Tabelle gibt praktische Hinweise für gängige Typen:

Hersteller

Taster-Bezeichnung

Technische Eck-Daten

Messtaster-Typ

TESA

GT21, GT22, GT61, GT62, ...

13kHz, 3Veff, 2kOhm, Standard-Empfindlichkeit GT21 73,75mV/V/mm

TESA Halbbrücke

Hirt

Serien Txxx, z.B. T101F

13kHz, 3Veff, 2kOhm, Standard-Empfindlichkeit T101F 73,75mV/V/mm

TESA Halbbrücke

Solartron

Baureihen SH und SHT

(Empfehlung SH-Baureihe)

13kHz, 3Veff, 2kOhm

TESA Halbbrücke

Solartron

Baureihe S

5kHz

Solartron LVDT

Mahr

1301

20kHz

Feinprüf/Mahr

Knäbel

KMT

13kHz, 3Veff, 2kOhm

TESA Halbbrücke

Knäbel

IET

50kHz, 1,5Veff, 10kOhm

Knäbel IET

 

Inkrementalgeber anschließen

 

Schließen Sie die Inkrementalgeber (1Vss oder TTL/RS422) an die dafür vorgesehenen Eingangsbuchsen an. Beachten sie dabei:

Info

Für die SC-Link-Schnittstelle wird derselbe Steckverbinder wie für die Inkrementalgeber-Eingänge verwendet.

Die Belegung des ILink-Steckverbinders ist so gewählt, dass Inkrementalgeber vom Typ 1Vss / TTL mit Standard-Belegung der Fa. Heidenhain nicht beschädigt werden, wenn sie versehentlich in die Buchse der SC-Link-Schnittstelle gesteckt werden. Bei Spezial-Gebern mit hiervon abweichender Belegung kann dies anders sein.

Stecken Sie Inkrementalgeber deshalb immer nur in die dafür vorgesehenen Eingangsbuchsen.

 

Die Messeingänge sind für die Inkrementalgeber-Typen 1Vss oder TTL/RS422 vorkonfiguriert. Wird der jeweils andere Typ angeschlossen, so funktioniert die Messwerterfassung nicht korrekt. Eine Beschädigung des Messeingangs oder Inkrementalgebers ist jedoch nicht möglich.

Versehen Sie alle nicht benutzen Eingangsbuchsen mit einer Schutzkappe. Diese sind separat erhältlich.

 

Temperatursensoren anschließen

 

Schließen Sie die Temperatursensoren an die vorgesehenen Eingangsbuchsen an. Achten Sie auf die Polung: sowohl Stecker als auch Buchse haben einen schmalen und einen breiten Kontakt.

Beachten Sie auch die Applikationshinweise zur Verkabelung.