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Einige Irinos-Boxen sind in den Varianten "Master" und "Slave" verfügbar. Sie unterscheiden sich lediglich durch den Kommunikationsteil. Der Messteil bleibt immer identisch. Folgende Abbildung zeigt dieses am Beispiel der Irinos-Box SC-TFV:

Beide Varianten haben eine 7-Segement-Anzeige zur Darstellung des Box- und System-Status.
Im Normalfall zeigt die 7-Segment-Anzeige die Box-Nummer der Irinos-Box an. Diese wird bei der Box-Adressierung vergeben. Wenn die Box-Nummer einstellig ist, dann gilt: während die Box-Nummer angezeigt wird, blinkt der Punkt der 7-Segment-Anzeige.
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Sobald ein Ereignis auftritt, wird der Buchstabe F gefolgt von der Ereignis-Nummer angezeigt, z.B. F24 für eine Überlast / Kurzschluss der Inkrementalgeber-Versorgung bei der Irinos-Box SC-INC. Der Status kann auch vom PC ausgelesen werden (siehe DLL-Schnittstelle). Im Falle von Überlast / Kurzschluss bei der Taster-Versorgung der SC-TFV, wird die Buchstabenfolge "OSC" angezeigt.
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Eine Besonderheit gilt nach dem Einschalten: hier werden auf der ersten Irinos-Box mit 7-Segment-Anzeige die IP-Informationen der Netzwerk-Schnittstelle einmalig angezeigt.
Ist der DHCP-Server aktiviert, wird nur „dHCP“ angezeigt, ansonsten die IP-Adresse und Subnetzmaske.
➔ Anschlusstyp: M12 5-pol. Stecker, L-kodiert
Der Steckertyp M12 L-kodiert ist ein de-facto Industrie-Standard zur Versorgung von Geräten mit 24V DC. Beim Irinos-System wird die Standard-Belegung verwendet.

Steckerbelegung M12 L-kodiert
Pin |
Bezeichnung |
Bemerkung |
|---|---|---|
1 |
Us |
+24V DC (Sensorspannung) |
2 |
GND |
Bezugsmasse |
3 |
GND |
Bezugsmasse |
4 |
Ua |
(+24V DC Aktorspannung) --> Bei Irinos weder verwendet, noch belegt! |
5 |
FE |
Funktionserde |
➔ Anschlusstyp: M12 4-pol. Buchse, D-kodiert
Bei der Ethernet-Schnittstelle des Irinos-Systems handelt es sich um eine Standard Ethernet-Schnittstelle, wie sie beispielsweise auch in PCs integriert ist. Es wird die Datenrate 100 Mbit/s unterstützt. Das Irinos-System kann dadurch mit praktisch jeder handelsüblichen Netzwerkschnittstelle verbunden werden.
Die Ethernet-Schnittstelle des Irinos-Systems hat eine „crossover“-Erkennung. Deshalb spielt es keine Rolle, ob ein Standard-Ethernet Kabel oder ein gekreuztes Kabel verwendet wird.
Als Steckverbinder wird am Irinos-System eine 4-poliger M12-Buchse (D-codiert) verwendet. Diese ist de-facto Industrie-Standard für Ethernet.

Steckerbelegung Ethernet-Schnittstelle
Pin |
Bezeichnung |
Bemerkung |
|---|---|---|
1 |
TX+ |
Transmission Data+ |
2 |
TX- |
Transmission Data- |
3 |
RX+ |
Receive Data+ |
4 |
RX- |
Receive Data- |
Anschlusskabel
Passende Anschlusskabel sind von verschiedenen Herstellern erhältlich (z.B. Phönix Contact, Lapp, Murr Elektronik). Das Anschlusskabel muss der Kategorie Cat 5e oder besser entsprechen. Die Kabel von Phönix Contact haben den Vorteil, dass sie die „SpeedConn“-Verriegelung unterstützen. Diese ermöglicht eine schnelle Verriegelung des M12-Steckverbinders. Diese Kabel können unter der Produktgruppe IR-CETH bezogen werden.
Die Gegenseite ist im Regelfall ein RJ45-Stecker. Bei Bedarf sind auch Kabel mit zweitem M12 oder anderweitigen Industrie-Steckverbindern erhältlich.
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Die Ethernet-Schnittstelle ist zwar signal-technisch identisch mit Echtzeit-Schnittstellen wie beispielsweise ProfiNet, EtherCat oder Sercos. Sie ist jedoch nicht kompatibel zu deren Echtzeit-Erweiterungen. |
Ethernet-Status / LEDs
Der Ethernet-Status wird neben der Ethernet-Buchse angezeigt:
Die LED „Ethernet Link“ leuchtet, wenn eine Ethernet-Verbindung aktiv ist. Sobald Daten übertragen werden, blinkt diese LED.
➔ Anschlusstyp: DSUB 15-pol. Buchse
Die SC-Link-Schnittstelle vereint Leitungen für die Spannungsversorgung und die Kommunikation zwischen den Irinos-Boxen in einem einzigen Kabel / Steckverbinder. Für einen störungsfreien Betrieb des Irinos-Systems ist deshalb eine hochwertige SC-Link-Verbindung mit spezifischen elektrischen Eigenschaften erforderlich. Verwenden Sie deshalb nur die passenden Kabel vom Typ IR-ILINK.
Als Steckverbinder kommt eine 15-poliger DSUB-Buchse verwendet. In Verbindung mit dem passenden Gegenstecker kann mit dieser die Schutzart IP65 erreicht werden. Das ILink-Kabel ist deshalb in einer Standard-Version und in einer IP65-Version erhältlich.
Die Spannungsversorgung wird über die SC-Link-Schnittstelle eingespeist (siehe Abbildung). An allen anderen Pins des SC-Link-Steckverbinders darf keine Leitung angeschlossen sein, da es sonst zu störenden Reflexionen kommen kann.

Steckerbelegung Spannungsversorgung via ILink-Schnittstelle
Pin |
Bezeichnung |
Bemerkung |
|---|---|---|
1 |
IL_Data1 |
Datenleitung 1 |
2 |
IL_GND |
Bezugsmasse für Datenleitungen |
3 |
IL_Data2 |
Datenleitung 2 |
4 |
- |
|
5 |
I_24V |
24 V – Versorgung des Irinos-Systems. |
6 |
I_24V |
24 V – Versorgung des Irinos-Systems. |
7 |
IL_Data3 |
Datenleitung 3 |
8 |
IStat |
Detektions-Signal |
9 |
IL_Data4 |
Datenleitung 4 |
10 |
- |
|
11 |
IL_Data5 |
Datenleitung 5 |
12 |
- |
|
13 |
I_GND |
Bezugsmasse für Spannungsversorgung des Irinos-Systems. Muss bei der Spannungsversorgung mit Pin 15 verbunden sein. |
14 |
IL_Data6 |
Datenleitung 6 |
15 |
I_GND |
Bezugsmasse für Spannungsversorgung des Irinos-Systems. Muss bei der Spannungsversorgung mit Pin 13 verbunden sein. |
Gehäuse |
FE |
Funktionserde |
Zur Einhaltung der gültigen EMV-Normen muss das Steckergehäuse mit Funktionserde (FE) verbunden sein. Beim Netzteil IR-PU wird dies durch die Verbindung des Steckergehäuses mit der Schutzerde (PE) der Netzleitung erreicht.
Beachten Sie, dass mit Ausnahme der Netzteil-Box IR-PU alle Irinos-Boxen nur mit Schutzkleinspannung versorgt werden dürfen. Deshalb wird auch "nur" eine Funktionserde (FE) benötigt und keine Schutzerde (PE).
Die Belegung des SC-Link-Steckverbinders ist so gewählt, dass Inkrementalgeber vom Typ 1Vss / TTL mit Standard-Belegung der Fa. Heidenhain nicht beschädigt werden, wenn sie versehentlich in die Buchse der SC-Link-Schnittstelle gesteckt werden. Bei Spezial-Gebern mit hiervon abweichender Belegung kann dies anders sein.
Die Kommunikation der SC-Link-Schnittstelle basiert auf einem Bus-System, das am Anfang und am Ende jeweils durch einen Abschlusswiderstand terminiert werden muss. Diese Terminierung erfolgt automatisch: das Irinos-System erkennt die erste und letzte Irinos-Box, in welchen die Terminierung zugeschaltet wird.
Eine Ausnahme hiervon sind die Irinos-Netzteile vom Typ IR-PU-HWS. Sitzt ein Netzteil am Anfang oder am Ende der SC-Link-Verkabelung, dann darf die Kabellänge zur nächsten Irinos-Box nicht länger als 0,3m sein.